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Titel
Das Bild als Verleumder Das Bild als Verleumder 1. Fälschungen bildlicher urkunden. 2. Freie Illustrationen. 3. Zwischenspiel. 4. Offene und verschleierte Karikaturen. 5. Fälschungen des Ausdrucks. 6. Die Weltlüge. [Abb.]: Abb. 1. Die Greuel des Pogrom. (Rückkehr eines jüdischen Soldaten nach der Heimat). Photographie einer halben Seite der deutschen Zeitschrift "Ost und West" vom Mai/juni 1906, aus einem Artikel über "verbotene Malwerke in Russland" [Abb.]: Abb. 2. APRÉS LE PASSAGE DE BARBARES Aus "Le Journal" vom 12. Februar 1915. Dass man sich der verleumderischen Fälschung bewusst war, geht daraus hervor, dass das Blatt mit der jüdischen Inschrift neben dem Spiegel zugetuscht ist. Ausserdem ist der Streifen mit dem Namen des Malers weggeschnitten worden. [Abb.]: Abb. 3. Etwas vergrößerte Wiedergabe einer Postkarte, die von russischen Juden nach dem Odessaer Pogrom von 1905 verbreitet wurde. Die Aufschrift besagt: "Mutter und Kind von Banden grausam erschlagen zu Odessa." [Abb.]: Abb. 4. LES CRIMES DES HORDES ALLEMANDES EN POLOGNE Dasselbe russische Pogrombild als Dokument einer deutschen Schandtat in Lodz, erschienen als grosses Bild in "Le Miroir" von Mitte Februar 1915 und in anderen illustrierten Blättern aller Erdteile. Beweis der bewussten Fälschung: Der Streifen mit der Schrift oben ist von der Postkarte weggeschnitten. [Abb.]: Abb. 5. Eine Seite aus dem russischen Buche "Der letzte russische Selbstherrscher". Die Leiche einer beim Pogrom 1905 in Bjelostok nach Folterung durch Russen getöteten Jüdin. [2 Abb.]: "Die deutsche Barbarei, graphisches Dokument für die Geschichte." Abb. 6. "Bauer aus der Warschauer Gegend, Schädel mit Kolben eingeschlagen." Abb. 7. "Drei russische Soldaten von den Teutonen massakriert." Abb. 6 und 7. Dasselbe Bild wie Abb. 5, und ein anderes Pogrombild (mit jüdischen Gebetmänteln), hier nach der argentinischen "Critica" v. 24. Nov. 1914 als Dokument deutscher Schandtaten. Diese und noch andere Bilder aus derselben Reihe wurden mit besonderem Nachdruck als unwiderlegliche Dokumente der deutschen Schandtaten verbreitet. [Abb.]: Abb. 8. Offiziere mit Rennpreisen in Grunewald. Abb. 8. Bild aus dem "Berliner Lokalanzeiger" vom 9. Juni 1914 mit der Unterschrift: "Vom Armee-Jagdrennen in Grunewald. Von Links Lt. Prieger. Zweiter: Lt. v. Egan-Krieger. Dritter: Lt. v. Herder, Sieger." [Abb.]: Abb. 9. "Die deutschen Räuber vor Warschau" Abb. 9. Ausschnitt aus dem gegenüberstehenden Bild nach der russischen Zeitschrift "Wes Mir". Überschrift übersetzt: "Die deutschen Räuber vor Warschau." Unterschrift: "Es glückte unserm Künstler, dem Photographen N. S-Ko, eine Gruppe von Marodeuren, Repräsentanten der deutschen Armee, aufzunehmen, deren Hände mit geraubter Beute gefüllt sind." [2 Abb.]: Bilder von der "Reichs-Wollwoche". Abb. 10. und 11. Abb. 10. Berliner Schüler holen fürs Rote Kreuz erbetene Wollsachen aus den Häusern zusammen. Die Aufschrift fordert die Berliner Hausfrauen zum Geben auf. Abb. 11. Berliner Helferinnen ordnen die geschenkten Sachen. Diese Bilder sind von der "Berliner Illustrations-Gesellschaft" hergestellt und in der "Berliner Illustrierten Zeitung erschienen. [2 Abb.]: "Ce qu' ils font des lainages volés en France". Abb. 12. und 13. Diesselben Bilder mit den französischen Unterschriften aus "Le Miroir", der in dieser einen Folge sechs solche Bilder mit verleumderisch gefälschten Unterschriften brachte. Beweis für die Absicht der Fälschung: Die Aufschrift, welche die Berliner Hausfrauen zum Geben aufruft, ist unleserlich gemacht. [2 Abb.]: Abb. 14. Der Alarmschrei des "Matin" an die Schweizer: Photographisch getreu, nur ist unter der Überschrift der Anfang des Artikels zur Raumersparnis weggelassen. Abb. 15. Ein solches in unserer Anstalt hergestelltes "Dokument", um zu zeigen, wie leicht solch eine Fälschung ist. Auch der "Martin" hat seine Vorlage nicht einmal mit einem falschen Stempel überdrucken, sondern einfach bemalen lassen. [Abb.]: Abb. 16. "ENTHOUSIASME ET JOIE DE BARBARES" Abb. 16. Die Ovation vor dem Berliner Schlosse am 31. Juli 1914, als der Kaiser das Wort: "Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche" sprach. Dieses Bild aus Berliner Zeitungen wurde nach mehr als einem Jahre von der französischen Presse hervorgeholt, um damit eine - Freudenkundgebung über den Untergang der "Lusitana" mit einem "Document allemand" zu beweisen" Hier nach "Le monde illustré" vom 21. August 1915. Wir bitten die Unterschrift zu lesen. [2 Abb.]: Deutsche Arbeiter fühlen die Klemme" Abb. 17. und 18. Abb. 17. "Wie wir internierte Russen und Franzosen behandeln: Antreten der Internierten vor der Ausgabe des Essens". Mit dieser Unterschrift erschienen im Berliner "Tag" vom 13. August 1914. Abb. 18. "Deutsche Arbeiter fühlen die Klemme." Ausschnitt der "Daily News" vom 2. April 1915, in der das über acht Monate alte Bild aus Döberitz mit der gefälschten Unterschrift erschien, um die Wirkung der englischen Blockade gegen Deutschland anschaulich zu zeigen. [Abb.]: Abb. 19. "Die deutschen Riesenverluste" Abb. 19. Aus "The War Illustrated" vom 8. Mai 1915. Die Unterschrift: "Diese Trümmerhaufen sind ein Teil der Berge deutschen Kriegsmaterials, Uniformen gefallener Soldaten, Waffen usw., die nach einer grossen Schlacht zusammengebracht wurden, um mit der Bahn hinter die Front befördert und ordnungsgemäss ausgesucht zu werden und dann weiter Wilhelms Zwecken zu dienen." In Wirklichkeit aber stellt die Aufnahme nach den "Bildern vom Tage" im "Lokalanzeiger" einen Teil des Scheldekais in Antwerpen vor, nach dem Fall der Festung, und die Uniformstücke sind belgische Ausrüstungsgegenstände, die die belgischen Truppen auf ihrer eiligen Flucht zurückgelassen hatten. Beweis der absichtlichen Fälschung: Schloss Steen im Hintergrunde ist wegretuschiert worden. [Abb.]: Abb. 20. "Deutsche Kunstschändung" Abb. 20. Postkarte, verbreitet von der Genfer Firma Photo Télég Stand und darstellend: "Bombardement et Incendie de la Cathédrale de Reims (20. Septembre 1914)". Fälschend übertuschte Photographie, die als authentisches Dokument verbreitet und weiter vervielfältigt wurde. Damals brannte nur der Dachstuhl ab. Der hier einstürzende Turm steht noch. [Abb.]: Abb. 21. "Deutsche Kunstschändung" Abb. 21. Eine gleichfalls viel verbreitete Postkarte, die bei Uneingeweihten den Eindruck erwecken musste, die Kirche sei jetzt von den "Barbaren" so vernichtet worden. Das Bild gibt aber eine Photographie von 1871 wieder. Seitdem ist die Kirche wieder ausfgebaut. In diesem Kriege ist sie überhaupt nicht beschädigt worden. [2 Abb.]: Abb. 22. und 23. BROUGHT DOWN BY RUSSIAN GUNS. Abb. 22. "Schwere Landung in einem Steinbruch in Polen". Eine unter dieser Überschrift in der "Berliner Illustr. Zeitung" erschienene Photographie einer Landung innerhalb der deutschen Linien, deren Original uns aus Krakau zugesandt wurde. Abb. 23. Diesselbe Photographie aus "Daily Mirror" vom 26. 11. 1915, mit einer Unterschrift, die das innerhalb der deutschen Linien gelandete Fahrzeug von den Russen gefangen nehmen lässt, obgleich gar keine Russen darauf zu sehen sind. Diese Gegenüberstellung als Beispiel einer grossen Gruppe "authentischer Kriegsberichterstattung mit der Camera". [2 Abb.]: Abb. 24. und 25. Zum Thema: Photographien mit beweislos verdächtigenden Unterschriften Abb. 24. Ein Kleiderklopfer, wie sie bei Deutschen sehr beliebt sind. Aber nach "L'Illustration" vom 5. Dezember 1914 "un instrument de Kultur, imaginé et confectionné par un officier allemand pour faire marcher ses soldats". Abb. 25. Aus "The Graet War". Dieser Mann hat nach der Behauptung des Blattes den verbrannten Rest des Fusses einer seiner Töchter in der Hand. Was könnte es auch sonst sein? [Abb.]: Abb. 26. Et Fremstod mod Bosporus Abb. 26. Aus "Folkets Avis" (April 1915) Deutsche jagen ihre eigenen Soldaten mit Maschinengewehren in den Kampf. Der Auftritt spielt am Bosporus. [Abb.]: Abb. 27. Kampene ved Yser. Abb. 27. Aus dem Aalborger "Venstreblad", gleichfalls vom April 1915. Der Auftritt spiel an der Yser. - Die beiden Bilder geben zugleich eine Stichprobe derjenigen Bilderlügen gegen uns, die gleich mit Galvanoversand verbreitet wurden. [Abb.]: Abb. 28. Abb. 28. Nach dem Begleittext zu diesem farbigen Hauptbilde des "Petit Journal" begab sich die Peitschung griechischer Gefangener in den Argonnen. Aber abgesehen davon, ob ein derartiger Vorgang im deutschen Heer überhaupt möglich ist - in den Argonnen sind gar keine "volontaires grecs" gefangen worden. Schon die Voraussetzungen des Vorganges sind nach genauen Nachforschungen glatt erfunden. Vermutlich sollten durch dieses Bild die Griechen gegen die Mittelmächte erregt werden. [Abb.]: Abb. 29. A COIGN OF VANTAGE UNDER THE RED CROSS Abb. 29. Aus der Graphic vom 26. Dezember 1914. "Eine vorteilhafte Stellung unterm Roten Kreuz". Freie Zeichnung, also ohne Beweiskraft. Wir bitten, hier wie bei den folgenden Bildern auch auf den Typ von deutschen Menschen zu achten und ihn mit den echten Photographien von Deutschen zu vergleichen, die auch aus feindlichen Zeichnungen entnommen sind. [Abb.]: Abb. 30. Abb. 30. Eine Phantasiezeichnung aus "L'Illustration" vom 16. Januar 1915. "Nos troupes donnent l'assaut. Rien n'a pu arreter leur élan". Da schreien die Deutschen um Gnade usw. Aber: jetzt kümmert man sich nach "L'Illustration" um die "supplications hypocrites" und die "gestes perfides" der Deutschen nicht mehr. [Abb.]: Abb. 31. Sie verspotten prassend die Gefangenen. Phantasiezeichnung aus "Illustrated London News" vom 17. April 1915. [Abb.]: Abb. 32. "Les Déménageurs". Eine Phantasiezeichnung aus "L'Illustration" vom 28. Nov. 1914. Man wolle immer auch die Typen der deutschen Soldaten beachten und mit den ungefälschten Photographien vergleichen. [Abb.]: Abb. 33. Plünderung bei dem Deutschen A. Schoenfeld in London. Photographische Augenblicksaufnahme und also echtes Dokument, veröffentlicht im Mai 1915 von "The Graphic" in London. Man beachte die Haltung der vier Polizisten! [Abb.]: Abb. 34. Zum unnötigen Schiessen auf Kunstbauten Abb. 34. Skizze eines englischen Kriegsberichterstatters, die in deutsche Hände fiel. Auf dieser Skizze ist die Aufstellung von Maschinengewehren sowohl auf dem Rathaus wie auf der Kathedrale von Löwen von dem englischen Verfasser (dort, wo die Kreise sind) ausdrücklich angegeben. [Abb.]: Abb. 35. Abb. 35 beweist, dass man das Rathaus trotzdem bei der Beschiessung verschont hat. Ebenso, wie trotz der Beobachtungsposten, von denen das folgende Bild zeugt, die Kathedrale von Antwerpen. Dass man sie bei schwerer Gefährdung der eigenen Sicherheit hätte zerschiessen müssen, bestreiten wir Deutschen trotzdem nicht. Am Schutz und an der Rettung belgischer Kunstwerke haben sich übrigens deutsche Offiziere und Mannschaften (unter denen ja auch zahlreiche gebildete Kunstfreunde sind) da und dort bis zur Gefährdung des eigenen Lebens beteiligt. Man sollte das im Auslande bedenken, um zu verstehen, wie anfangs die Beschuldigungen wirken mussten, wir zerstörten Kunstwerke aus Freude am Zerstören. [Abb.]: Abb. 36. Belgische Soldaten, welche die Antwerpener Kathedrale als Beobachtungsposten benutzen. Aus "New York Tribune" vom 22. Oktober 1914. [Abb.]: Abb. 37. Verkleiden mit feindlichen Uniformen Abb. 37. Aus "Daily Mail" vom 22. Juni 1915. Die Unterschrift: "Der Vicomte als Gemeiner. Der Soldat auf der linken Seite ist ein belgischer Vicomte. Mit seinem Begleiter dient er jetzt als Gemeiner in den belgischen Schützengräben. Beide tragen erbeutete deutsche Helme." Nach diesem Zeugnis sieht man in dem völkerrechtlich verbotenen "Tragen feindlicher Uniformstücke" eine schöne Kriegslist, und lobt man das auch in Belgien - wenn es gegen die Deutschen geschieht. [Abb.]: Abb. 38. Missbrauch des Roten Kreuzes? Abb. 38. Aus "The War illustrated", wo das Bild zu wirksamerer Verhetzung als Umschlagzeichnung erschien. Als freie Zeichnung, also ohne jeden dokumentarischen Wert. Von deutscher Seite stehen eidliche Zeugnisse für ganz entsprechenden englischen Missbrauch des Roten Kreuzes zur Verfügung, er ist aber weder photographiert, noch nach "Inspiration" oder "Angaben von Augenzeugen" gezeichnet. [Abb.]: Abb. 39. Missbrauch des Roten Kreuzes. Abb. 39. ist viel weniger effektvoll, dafür aber ein echtes photographisches Dokument. Ein deutscher Wagen, der in russische Hände fiel, wurde von den Russen mit dem Roten Kreuz und der russischen Bezeichnung als Sanitätswagen ausgestattet und so, vor deutschen Geschossen sicher, zum Munitionstransport benutzt, bis er mit dem betreffenden "Krankenzuge" wieder in deutsche Hände kam. [Abb.]: Abb. 40. Verspottung deutscher Gefangener in Frankreich nach französischem Bilde Abb. 40. Grosses Bild aus "L'Illustration": Gefangene deutsche Offiziere und Mannschaften müssen im Paradeschritt defilieren und werden von Kindern verspottet, denen das niemand verwehrt. - Man beachte hier und im Folgenden, dass der Typ der deutschen Soldaten immer desto weniger unsympathisch gezeichnet wird, je beschähmender für sie die Lage ist. [Abb.]: Abb. 41. Sieben auf einen Schlag Abb. 41. Aus "The Graphic" vom 28. 11. 14: Die Sieben, die sich dem einen Heldenknaben prompt auf Anruf ergeben, sind ebenso, wie die Gefangenen auf dem gegenüberstehenden Bild, weit weniger als widerlich gekennzeichnet, als die "boches" und "huns" sonst. Nur, wenn es uns Deutschen gut geht, erscheinen wir unausstehlich. Hier dürfte unbewusst ein psychologischer Grund walten. Glaubt man selber recht an die objektive Wirklichkeit des widerlichen Typs, wenn man ihn je nachdem verwendet oder fallen lässt? [Abb.]: Abb. 42. "Die Ausflucht zur Konstruktion von "Repressalien", dass Frauen auf Deutsche geschossen hätten, ist eine Lüge". Umschlagzeichnung eines französischen Schulheftes aus der "Collection Godaux". [Abb.]: Abb. 43. "Die Ausflucht zur Konstruktion von "Repressalien", dass Frauen auf Deutsche geschossen hätten, ist eine Lüge". Abb. 43. Eine gestellte Szene zur Kennzeichnung der Gesinnung und des Geschmacks der breiten Massen, an die man sich mit solchen Bildern wendet. Die mit Empörung bestrittene Beteiligung von Frauen an Angriffen aus dem Hinterhalt wird ohne weiteres angenommen und verherrlicht, wenn man unter sich ist. - Hier nach "The Spere" vom 22. August 1914. [Abb.]: Abb. 44. Abb. 44. Eine Anzeige aus "American Machinist", die eine neue Art von Geschossen ausdrücklich deshalb empfiehlt, weil sie nicht nur kampfunfähig machen, sondern "Tod in schrecklichem Todeskampf" veranlassen, wenn nicht sofortige ausgiebige Hilfe kommt. Die sei aber in den Schützengräben unmöglich, deshalb seien die anderen nicht vergifteten Geschosse nicht so empfehlenswert, wie diese. Vgl. die mit schwarzem Streif bezeichnete Stelle. [Abb.]: Abb. 45. Photographie eines russischen Geheimbefehls. Darunter die Übersetzung. [Abb.]: Abb. 46. Theaterrussen Abb. 46. Ein Phantasiebild aus "The Great War". "Die Spur der Hunnen an der russischen Grenze war ebenso wie in Belgien." Über das Verhalten der Russen in Ostpreussen vgl. den Text. Wie es mit den bildlichen Dokumenten für Greueltaten der Deutschen steht, davon sprachen die ersten Seiten dieser Schrift, von echten Dokumenten darüber kennen wir kein einziges. - Man vergleiche mit diesen Edelgestalten der Phantasie das Wirklichkeitsbild, das folgt. [Abb.]: Abb. 47. Abb. 47. Ein echtes Dokument aus der Wirklichkeit des russischen Heeres, eine Photographie, die bei einem gefangenen russischen Offizier gefunden wurde. Wir bitten, die Theaterrussen des gegenüberstehenden Phantasiebildes mit diesen hier auf Typen, Haltung und - Stimmung. (bei solcher Behandlung ihres Kameraden!) zu vergleichen. [2 Abb.]: Abb. 48. und 49. Abb. 48. und 49. Die Tätowierung auf dem Arm eines französischen Soldaten: ein Zuave, der den Kopf eines Deutschen hochhält. Ein Bild, nicht um zu beschuldigen, sondern um darauf zu deuten, wie leicht das Verdächtigen und Herabsetzen nach jeder Seite wäre, wenn man sich auf unberechtigte Verallgemeinerungen einlassen wolle. [Abb.]: Abb. 50. Abb. 50. Eine Tafel der Volksbildung nach eigenen Angaben verschiedener Länder. Die Analphabeten Italiens sind hier noch nicht berücksichtigt, es gibt ihrer rund 300 auf 1000 Mann, so dass Italien nach der Zahl derer, die nicht lesen können, zwischen Frankreich und Russland steht. [Abb.]: Abb. 51. Zur Volksaufklärung in Russland Abb. 51. Ein russischer Volksbilderbogen. Er stellt die Eroberung von Berlin durch die Russen dar. Die Deutschen fliehen, aber im Hintergrunde liegt schon Paris mit dem Eiffelturm, wo es ihnen übel ergehen wird. - Solche Volksbilderbogen, grellfarbig bemalt und in Gedanken wie Ausführung von einer den Westeuropäer verblüffenden Naivität, werden in Russland als eine Art Biblia pauperum verbreitet, um Massen, die nicht lesen können, über die Ereignisse zu "unterrichten". [Abb.]: Abb. 52. Zum Thema "Deutschland der Angreifer" Abb. 52. Aus "John Bull". Karikatur, die bezeichnend ist für das "Zweierlei Mass". Deutschland, das sonst als "Weltwürger" dargestellt wird, als Verdränger aller anderen, hier im Gegenteil geradeso aufgefasst, wie wir selber das fühlten, nur dass wir deshalb nicht jammerten: als von allen Seiten bedrängt und bedroht. Noch vor Juli 1914! [Abb.]: Abb. 53. Abb 53. Aus "La Presse". Beispiel von verleumderischer und künstlerisch schlechter aber echter Karikatur. Gerade durch die ungeheuerlichen Uebertreibungen der Darstellung hebt die echte Karikatur die Gehässigkeit ihrer Wirkungen teilweise auf. Auch der dümmste Leser kann nicht glauben, daß der Kronprinz Ofenrohre und Bettbretter stiehlt und dass er und sein Vater so aussehen. Hier ist ein Luftmachen des Hasses, das in seiner Gemeinheit und Albernheit doch weniger gefährlich ist, als die versteckte Karikatur, die nach Inhalt und Form möglich scheint und ins Gedächtnis die Erinnerung an etwas Mögliches einführt. [Abb.]: Abb. 54. "KULTUR !!!" Abb. 54. - aus Le Journal vom 12. 11. 1915 - bietet von dieser weit gefährlicheren "Karikatur" ein Beispiel. Die Formen sind nicht sofort erkennbar übertrieben, äusserlich wäre ein solcher Vorgang möglich. Aber innerlich! Ein deutscher Vorgesetzter soll Helfer rufen und finden, um einen Jungen erschiessen zu lassen, weil er mit einem Kindergewehrchen gespielt hat. Und über diese Phantasie des Zeichners ruft die mit abphotogtafierte Ueberschrift wie zu einer Tatsache als Glosse das entrüstete "Kultur!!!". [Abb.]: Abb. 55. Eine "Normalszene" von Deutschen [Abb.]: Abb. 55. Aus "The Illustrated London News" vom 10. Oktober 1914. Beispiel der üblichen Darstellungen von "boches" und "huns", um Verachtung und Hass gegen sie zu suggerieren. [Abb.]: Abb. 56. Ein "Normaltyp" vom Deutschen. Aus derselben Zeitschrift. Ein angeblicher Typ des Deutschen, der immer wiederkehrt. [4 Abb.]: Abb. 57. bis 60. Angebliche Typen von Deutschen. Vier typische Darstellungen von "Deutschen" aus von uns vorgelegten Blättern, etwas grösser wiedergegeben. [Abb.]: Abb. 61. Abb. 61. Aus "The Graphic" vom 6. März 1915. "A troublesome customer". Echte Photographie eines gefesselten und darüber empörten deutschen Soldaten. Wir wollen uns vor einer Beurteilung des dargestellten Vorgangs selber hüten, da wir ja die näheren Umstände nicht kennen. Bezeichnend aber ist die Aufmachung, wie dieses Bild erschien: in einem Medaillon, umgeben von Wappen und Emblemen und zwei grossen Schilden, das eine mit einem Schlüsselbund, das andere mit Ketten. Raumaufwand: eine volle Seite Imperialformat. [Abb.]: Abb. 62. Zum Thema Deutsche Typen. Echte Photographie deutscher Gefangener, aus "L'illustration". Man wolle mit diesen Gesichtern die gezeichneten und getuschten "Deutschen" vergleichen. [Abb.]: Abb. 63. Echte Photographie deutscher Gefangener, aus "The Graphic" vom 3. Oktober 1914. Zum Vergleich der Typen mit den frei gezeichneten und getuschten "Deutschen". [Abb.]: Abb. 64. "Am Pranger". Aus "Le Matin". Vgl. die Nebenseite. Die nebenstehende Abb. 64. war das Haupt-Schlager-Bild auf der ersten Seite des "Matin" vom 12. Januar 1915: "Am Pranger". In dieser Art werden die Bilder der feindlichen Heerführer gezeigt, für welche sich die Leser nun einmal so interessieren, dass man sie doch irgendwie zeigen muss. "Seht sie an: das sind keine souveränen Fürsten noch führende Generale; das sind keine Obersten; das sind keine Soldaten. Sie tragen auf sich allen Schmutz der Niederträchtigkeiten, durch den sie ihre Uniform und ihre Fahne geschleppt haben." Die Gegenüberstellung über diesen Zeilen hier zeigt an einem Beispiele; wie der Ausdruck der Gesichter verändert wird. Leider haben wir die für das Kronprinzenbild benutzte Unterlage nicht auffinden können. Kennt sie ein Leser, so bitten wir ihn darum, um sie für weitere Auflagen dieser Schrift verwenden zu können. [2 Abb.]: Abb. 65 Der Kronprinz. Mit dem hineingetuschten Ausdruck der Bosheit nach "Le Matin". Abb. 66. Der Kronprinz. Naturaufnahme vom Feld aus der "Berl. Ill. Ztg." [2 Abb.]: Nicht übermalte Photographien des Kaisers aus dem Feld Abb. 67. Der Kaiser im Pelz. Unretuschierte Aufnahme aus dem Feld, von der Berl. Ill.-Gesellschaft. Abb. 68. Der Kaiser mit dem Tornister. Unretuschierte Aufnahme aus dem Feld, von G. Berger. [2 Abb.]: Übermalte Photographien des Kaisers aus französischen Blättern Abb. 69. Der Kaiser. Angeblich echtes photographisches Dokument aus dem "Matin" vom 24. Oktober 1914. Ausdrucksfälschung durch Übertuschen. Abb. 70. Der Kaiser. Eine Aufnahme wahrscheinlich vom Besuch der Schweizerischen Manöver, deren Ausdruck durch Übermalen verändert ist. Aus "Le Miroir". [Abb.]: Abb. 71. "Die weggetuschte Zigarre" I. Die echte Vorlage Abb. 71. Photographie von A. Gross in Berlin. Kaiser und Kronprinz haben sich getroffen und sprechen miteinander, wobei der Kronprinz seine Zigarre vom Kaiser weghält, um ihn nicht durch den Rauch zu belästigen. [Abb.]: Abb. 72. "Die weggetuschte Zigarre" II. Die Fälschung, die als "Dokument" ausgegeben wird. Abb. 72. "Die weggetuschte Zigarre II". "Die Auseinandersetzung ist stürmisch." "Wilhelm II. ist ergrimmt (courroucé), die Gebärde des Kronprinzen ist bezeichnend, und die Offiziere der Suite lächeln ironisch." "Le geste du Kronprinz est signicatif". Um der Hand des Kronprinzen den "bezeichnenden" Ausdruck einer wütenden Gebärde zu geben, ist die Zigarre weggetuscht, welche seine Handhaltung auf dem Original motiviert. Die Fälschung ist also durchaus bewusst. - Man beachte, wie sich alle Gesichter verändert haben. Aber die gefälschte Photographie wird ausdrücklich als "document allemand" bezeichnet. Aus dem "Martin" vom 1. Februar 1915. Titel der bis jetzt erschienenen Flugschriften.
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