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Titel
[Directorium humanae vitae. German :] Buch der Weisheit der alten Weisen. Tr: Anton von Pforr Es ist von den alten wysen der geschlacht der welt dus buoch des ersten in yndischer sprauch gedicht und darnach in die buechstaben der persen verwandelt... Dis ist das erst capitel und sagt von Berosia und ist das capitel von vorcht und gerechtigkait. Uot eere unnd kunst sagt Berosias ain houbt der wysen des rychs zuo Edom der dis buoch in die zung der Persen gesatzt hat... [2. Kapitel] Gib mir sprach Dißles, der kunig von India zuo Sendebar sinem wysen meister, gib mir ein byspel von zweyen guoten frunden... O heyliger man ich bitt dich, ich bin nackend und arm und hoer vil sagen von diner heyligkeit und bin darumb von ferzen landen kummen... Antwurt Kellila magst du, Senespa, also geschädigen, dasd der kung davon nicht schadens befindt, so ist es dester besser, das dir nir arg davon uff stand... Also bleib das Camel by dem loewen manig zyt uff ein zyt als der loew was ußgangen zuo suochen sin spyß kam zuo jm ein helfand... Damit stuond Kellila uff und gieng er und Dymna zuo dem loewen in dem kam Senespa uoch zuo dem loewen gangen... Yetz hab ich die das byspel gesagt das du verstandest, das sich nieman vor falschen un truowen worten bewaren kan. [3. Kapitel] Pinlicher kummer und widerwaertigkeit enstond von falscher betrugnuß erdaschter wort, das hab ich sprach Dißles der kung zu Sendebar sinem wysen wol vernumen in den fabeln... Antwurt Kellila yetz erkenn ich das selten yemans sin arg leben de wil er in selden stat endert. allein wenn er in ersuochung und trubnuÃß felt, dann so wirt er bewegt zuo erkennen... Morgens fru gieng Resba in des kungs hoff und fand by dem kung den lopart und den richter die hetten fur den kung bracht ettlich quatern und do die verlesen wurden, do hieß der loew den schriber die abschrieben... Hye hat ein end das drytt capitel von der erfragung Dymnas handels und das nieman sinen nutz mit schaden des andern suochen soll. Und hebt nun an das vierde capitel von truower gesellschaft. nach disen dingen sprach der kuonig zuo Sendebar sinem wysen, nun sag mir von frumen luten die by einander wonen und einander lieb gewinnen... Do dis die schiltkraed hort, do nam sy sich wunder von der hohen vernunfft der mus und gieng zuo ir und gruoßt die fragende, was sy dise statt zuo suochen bewegt hett... Unnd do der jaeger kam, do fand er daz netz zernagen, des erschrack er und sach umb sich und fand noch sach niemnd dann die schiltkraed den nam er unnd band den hart zuo samen... [5. Kapitel] Es fragt der kung Dißles Sendebar sinen wysen und sprache jetz hab ich gehoert, was du gesagt hast von getruwen frunden und gesellen, die sich under einander lieb haben mit getruwen und rechtem hertzen... Diß byspel hab ich uoch gesagt daz ir wissen das eim untruwen und der sich boßheit erniietet hat, nit zuo getruwen ist, nun wissen ir wol was geschlechts, der ar ist undwa mit er und all sein vorfarn begangen haben... Der einsidel fuort die heim in sein huß und zoch die unn seyt sinem hußgesind nicht davon daz es ein mußlin gewesen waer, dann sy gedachten das diß kind sei gesippter waer oder koufft... [6. Kapitel] Der kunig Dißles sprach due Sendebar sinem wysen ich hab dine wort vestanden, das du mir gesagt hast wie sich ain man halten und bewaren sol, wann jm ettwas begegnet von sinen veinden... Hye hat ein end das sechst capitel von dem affen und der schiltkraeden und hebt nun an das sibent capitel von dem einsidel und ist von dem der behend ist in sinen sachen und das ennd nit betrachtet. Der kunig Dißles sparch zuo Sendebar sinem wysen ich hab acht genomen diner wort, das ein mensch by wylen ein ding daran jm gelegen ist verlurt nit daz es verloren sein muß... [9. Kapitel] Der kunig sprach zuo sinem wysen ich hab verstanden din fabel, wie sich zwen durch not gesellen untz sy iren schaden furkommen, nun sag mir von zweyen die einander lieb gehabt und durch handel den sy mit einander haben einander hassen werden... [10. Kapitel] Es sprach der kunig Dißles zuo Sendebar sinem wysen ich hab acht genumen diner, sag die du mir gesaget hast, welicher sinen herren erzurnet oder der herrin, nun sag mir wie sich der kung halten sill zuo ungefelliglichen zyten... Nach diesem sprach der kung ich hab min sach nit wyslich betracht, das ich minen troum den ungetruwen geoffenbart hab und wa mich nir gnad der goett behut hetten und der rat der kungin... Hye hat ein end das zehent capitel von dem der sich in sinem zorn enthalten kan. Und hebt an des eilfft capitel und ist von einen jaeger und eiern loewin und sagt von dem der von ubel tuon lasset durch schaden und widerwaertigkeit die jm zuogefugt wurt. Dißles der kung sprach zuo Sendebar sinem wysen meister ich hab din fabel hegort und verstanden, was ein kunig und regierender herr thuon mussen zuo der zyt irs zorns und wie sy den mit vernunfft meistern mussen. Nun sag mir durch glychnuß von einem dem widerwartigkeit zuo handen gat... Und do der fuchs also in den karcker beschlossen was, do redt einr des kung diener die darzuo iren anschlag gethon heten vor den kung und andern... [14. Kapitel] Der kung Dißles sparch zuo Sendebar sinem wysen ich hab dis din fabel wol verstanden und gefelt mir. Nun sag mir welichen mann man guotz thuon oder getruwen und was dem geschehen sol... Des ersten lobt er git und dancket dem und hoehet sinen namen umb die groß guotat die er jm erscheint hett und sprache gesellen hond nit gloubt noch erkennt was jnen begegnet, das es von got eracht waer... Dis glychnuß hab ich die gesagt daz du vernemst das sich ein verstendigen nut gezimpt zuo verschmahen den rat sins frunds wann der von truw und glouben gat dann man spricht, das der rat eins frundes der schwaer ist glycht einr artzney... Einband und Fragmente
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