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Titel
Heldenbuch [I]n disem teile findet man wie die helden des ersten auff seind kummen, auch wie sie wider ab seind gangen... Hie fahet an der helden buch, das man nennet den Wolfdieterich und sagt des ersten von herz keyser Otnit und dem cleinen Alberich... Hie bittet keiser Otnit die seinen, im in truwen zu raten wie er nach eren weiben soelle. Sein leb der gunde scheinen / nach tugeten er da rang... Die fogel mit gebrechte / die sungen wider scrit... Demen edelen vatter gute / den hoert ich sere bitten... Ein herz soll billich liegen / umb seines leibes not... Sich fremt der furste werde / das er in schlaufen fant... Da halff in nit sein trauwen / was er sie ve gebot... Da sprach der lampartere / es mag nit anderst sein... Er beleib da in der wende / zwelff manet oder me... Da gund cleine spinne / die iunckfraw Hilgart zu bant... Das was an einem morgen / ee dann die sunn auff gie... Bey dem ich in der festen / gewan das kindelein... Die hochzeit wert on schande / wol fierczehen tage weit... Der keiser sprach geschwinde / seit er uns gesant... Nu was gar heimeliche / gestrichen in den tan... Nu hoerent mit den oren / wie das der schlag geriet... Darumb so sorg du cleine / vil edeles fursten kint... Auff sasz Wolfdieteriche / und alle seine man... Sie sprach ach lieber herre / nu lant mich urlob han... Da er sie in dem walde / gegen im kummen sach... Da reit er schnell und balde / da in den wilden tan... Da hieß der held ellende / sein rosz im zichen dar... Dem edelen held beschide / dem ward da abgeczogen... Da sprach Wolfdieteriche / Wernher geselle mein... Wohl hundert tausent heiden / kamen zu samen dar... Da entstrickte sie den heren / die frawe lobesam... Der heiden hochgeborne / zu einem schilte gieng... Wolfdietrich sprah on laugen / sehent ir heidennischen man... Wolfdieterich muste reiten / er torst des tages schein... Sie warent one schwere / in ganczen truwen fro... Die maget zu der stunde / da fur Wolfdietrich trat... Von grossem herczenleide / lies sie den schilt umb gan... Die wilden wirme weisse / die warent in den tan... Da kam herczog Gerwarte / gen garten ein gerant... Also schied ausz dem walde / der tegen hoch gemeint... Da sprang hin von dem bette / die edel keiserin... Es dienet dick dienstknehte / irem herren also wol... Die porten sie auf schwungen / die diener all geleich... Es was nach mitter nechte / ee sie hetten gemach... Da sprach Wolfdieteriche / hastu dort nit fernummen... Da man die speis bereite / da schut er sie zu samen... Die schwert in iren handen / nament sie da man... Hie nach folget der rosengarten zu Wurms mit seinen figuren. [I]n dem rein da leit ein stat / die ist gar wunnesam... Gesigent doe zwoleff mit streit / denen im garten an... Dem ich hie sein geleichen / gar wol gefinden kan... Woelt ir aber nit streiten / vil lieber prüder mein... Sie gieng da gar behende / da sie den Berner fant... Kunig Gibich ward kosen / mit neid ausz grossen zorn... Da kam zu grossem zorn / Helmschrot der kiene tegen... Das im das rote plut / ward fliessen in das gras... Dises ist der clein Rosengart oder der clein kunig Laurin und von den schoenen frawen. Was ist es das ir suchent / seit ir so liczel ruchent... Sie seind mit zorn uberladen / sie tunt einander grossen schaden... Dem steurer so lieb nie geschah / dan daz er sein lieb swester sach... Der steirer rieff mit grimme / und mit heler stymme... Einband und Fragmente
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